Aqua RebellAqua Rebell ÜbersichtAqua Rebell ÜbersichtAqua Rebell ÜbersichtAqua Rebell Übersicht

 

Einzelkomponenten gezielt einsetzen

Um Mangelerscheinungen sicher erkennen zu können, braucht man etwas Übung. Die meisten Pflanzenaquarianer entwickeln aber schnell ein Auge dafür, was gerade im Minimum oder auch im Überschuss da ist. Viele Aquarianer verzichten vollständig auf Tests und verlassen sich ganz auf ihr Auge. Das ist am Anfang aber sicher nicht ratsam.

Um gezielt gegen den Mangel eines Elementes vorgehen zu können, eignen sich fertige Einkomponenten-Dünger nicht, weil dabei auch immer solche Elemente dem Wasser hinzugefügt werden, die bereits ausreichend zur Verfügung stehen. Daher bietet Aqua Rebell spezielle Düngerlösungen an.

 

Stickstoff (N)

Stickstoff ist das wichtigste Makro-Element. Stickstoffmangel hat mehrere Symptome. Die Wasserpflanze färbt sich gelbgrün. Die älteren Blätter sind hierbei gelber als die neuen. Die alten Blätter der Wasserpflanze sterben jedoch nicht ab.

Starker Stickstoffmangel kann sich recht mannigfaltig zeigen. Kleinere und helle verkrüppelte Blätter können ebenfalls auf zu wenig Stickstoff hinweisen. Abgestorbene (teils dunkle und/oder verdrehte) Triebspitzen oder sehr langsamer Wuchs sind ebenfalls als Indiz für Stickstoffmangel zu sehen.

Bei einigen Wasserpflanzen können sich die Blätter auch rötlich verfärben.

Stickstoff kann gezielt durch folgende Produkte hinzugefügt werden:

 

Phosphor (P)

Phosphor wird von Aquarienpflanzen in einer Phosphatverbindung aufgenommen und ist ein essentieller Makro-Nährstoff. Die Wasserpflanze hört bei Phosphatmangel auf zu wachsen und färbt sich teilweise heller, jedoch können sich auch gewisse Wasserpflanzen dunkler verfärben. Alte Blätter können mit grünen Punktalgen besetzt sein und fallen in aller Regel leichter ab. Braune Stellen auf den Blättern können ebenfalls auftreten. Einige Arten färben sich stark violett durch eine Anreicherung des Pigments Anthocyan. Die Mangelerscheinungen ähneln denen von Nitrat.

Folgende Aqua Rebell Dünger führen Phosphor zu:

 

Kalium (K)

Kalium gehört neben Stickstoff und Phosphor zu den drei "Kern-Nährelementen" für Pflanzen. Es wird von Pflanzen als Kalium-Kation (K+) aufgenommen. Bei Kaliummangel bilden sich kleine Nekrosen in den älteren Blättern. Zu Beginn sind diese nur als kleine schwarze Punkte zu erkennen, die sich jedoch mit der Zeit vergrößern und teilweise gelblich umrandet sind. Neue Blätter sind in Blattgröße und Fläche reduziert. Bei anderen Arten färben sich die alten Blätter zuerst geblich, bevor sie absterben, aber im Unterschied zum Magnesiummangel werden hier auch die Blattadern gelb.

Kalium kann gezielt durch folgende Produkte hinzugefügt werden:

 

Eisen (Fe)

Wie wichtig die Eisenversorgung ist und wie häufig Eisenmangelerscheinungen bei Aquarienpflanzen sind, zeigt sich daran, dass die ersten im Handel erhältlichen Aquariendünger Eisendünger waren. Eisen wird von allen Mikroelementen in der höchsten Menge benötigt, von manchen Autoren wird es sogar zu den Makro-Nährelementen gezählt. Bei Eisenmangel bildet sich weniger Chlorophyll in den neuen Blättern der Wasserpflanzen. Die Blätter und Stängel haben in etwa die gleiche Farbe. Die Triebspitzen von Ceratophyllum (Hornkraut, Hornblatt) z.B. färben sich erst rotlila und dann weiß.

Egeria densa (Wasserpest) Triebspitzen werden zuerst grüngelb bis gelb und weisen zusätzlich Kleinwuchs bei den Blättern auf, die zudem nahe an den Stamm heranwachsen.

Der Neuzuwachs der Schwertpflanzen zeigt bei leichtem Mangel kleinere Blätter und weist Flecken oder breite Streifen in Längsrichtung auf, die heller als der Rest des Blattes sind.

Bei stärkerem Mangel fehlt den Pflanzen meist das komplette Cholorophyll in den neuen Blättern, weswegen diese auch schnell absterben. Das Blattgewebe färbt sich meist schneller weiß als die Blattadern, welche noch grünlich durchscheinen. Bei starkem Eisenmangel bilden sich auch Nekrosen (schwarze Stellen und Löcher) in den neuen Blättern. Die Blätter sind dann auch stark in der Größe reduziert.

Besonderes Augenmerk sollte man auf seine schnellwachsenden Pflanzen haben, da diese zuerst einen Eisenmangel anzeigen.

Eisen kann gezielt durch folgende Produkte hinzugefügt werden:

 

Magnesium (Mg)

Magnesium ist in Wasser als Magnesium-Kation (Mg2+) gelöst und wird von Pflanzen in dieser Form aufgenommen. Magnesiummangel zeigt sich oft ähnlich wie ein Eisenmangel, da fehlendes Magnesium die Aufnahme von Eisen verhindert. Es können sich hierdurch sehr starke Chlorosen bilden. Die Blätter werden also insgesamt gelb bis weißlich und zeigen an den Spitzen teilweise lila Verfärbungen. Verkrümmungen der Blätter können ebenfalls auftauchen. Diese Mangelerscheinungen können auch an jungen Blättern bzw. den Triebspitzen entstehen.

Magnesium kann gezielt durch folgende Produkte hinzugefügt werden:

 

Calcium (Ca), Bor (B) und sonstige Spurenelemente

Kleinerer und verkrüppelter Neuzuwachs zeigt bei Wasserpflanzen oft Spurenelementmangel an. Das Blattgewebe ist reduziert, wobei jedoch die Blattadern erhalten bleiben bzw. ihre eigentliche Größe behalten. Die Blätter wölben sich zudem, anstatt flach zu wachsen. Der Neuzuwachs kann sehr hell bis weiß erscheinen. Alles in allem ist jedoch bei Calciummangel zu berücksichtigen, dass im Leitungswasser zu 99,9% der Fälle ausreichend Calcium vorhanden ist und dieser Mangel sehr selten auftreten sollte. Bor-Mangel ähnelt dem Schadbild von Calciummangel, tritt jedoch auch äußerst selten auf, da Bor durch jegliche Eisenvolldünger abgedeckt wird und in ausreichender Menge vorhanden sein sollte. Weitere Spurenelemente und deren Mangelsymptome werden daher auch nicht explizit in dieser Übersicht berücksichtigt, da ein Mangel hier äußerst selten auftreten sollte und in aller Regel durch einen Eisenvolldünger behoben werden kann. Ein Mangel an N, P, K sowie Eisen und Magnesium ist stets wahrscheinlicher und sollte zunächst überprüft werden.

Folgende Produkte sorgen für genug Spurenelemente: